Über die Sendung: NA JA GENAU

NA (JA) GENAU – die intelligente humorvolle TV - Sendung

NA (JA) GENAU ist eine inklusive Fernsehsendung.
Jeden Monat gibt es eine neue Sendung auf OKTO und YouTube.
Manchmal wird eine Sendung auch im Kino gezeigt.
Es werden Gäste zum Sprechen und Fragen eingeladen.
Das nennt man ein Interview machen. 
Oder das Team fährt gemeinsam mit einer Kamera zu einem Fest. 
Zum Beispiel auf den Diversity Ball.
Und macht dort Interviews.

In der Sendung machen Menschen mit Behinderung die Interviews und stehen vor der Kamera.
Es werden selbst eigene Fragen gestellt.
Und zuvor wird nachgeschaut, wer denn die Gesprächspartner sind.
Das nennt man Journalismus.

 

Die Sendung ist wichtig, um Menschen mit Behinderung in so einem Beruf zu sehen.
Die Sendung ist wichtig, um selbst im Fernsehen und Internet selbst Fragen zu stellen.
Es ist wichtig, dass viele Menschen mit Behinderung im Fernsehen so gesehen werden.
Damit Menschen mit Behinderungen besser kennen gelernt werden.
Und man merkt, dass Menschen mit Behinderungen ganz normal sind. 
So wie alle anderen auch. 
Und dass sie auch in so einen Beruf arbeiten können. 

das team

Marcell Vala moderiert die Sendung seit 2014.
Antonia Bögner und Flora Rabinger sind regelmäßig als Moderatoren dabei.
Kurt Van der Vloedt macht meistens die Kamera.
Die Sendung leitet und gestaltet Ernst Tradinik.
Manchmal hilft auch das Team von wienXtra mit.
Und auch das Team von einem Kino in Wien

Kurt Van der Vloedt

Kameramann

Marcell Vala

Moderation seit 2014

Antonia Bögner

regelmäßige Moderation

Flora Rabinger

regelmäßige Moderation

Ernst Tradinik

Gestaltung & Leitung

FOTOS

Stills aus der Sendung

Die ganze Geschichte

Die Arbeit für NA JA GENAU hat in den Jahren 2013 und 2014 begonnen.

Die erste Sendung lief im September 2014 im Fernsehen auf OKTO.
Stefan Jaindl hat das erste Gespräch geführt.
Der Gast war Franz Josef Huainigg.
Er ist Autor und arbeitet für Barrierefreiheit beim ORF.

Seitdem machen wir jedes Jahr 10 Sendungen. Jede Sendung dauert ungefähr 27 Minuten.

 

Viele Fragen am Anfang

Am Anfang hatte ich viele Fragen:

  • Können Menschen mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen als Reporter und Moderatoren arbeiten?
  • Wie lernen sie diese Arbeit?
  • Wie gefällt den Zuschauern so eine Sendung?
  • Achten die Zuschauer nur auf die Behinderung?
  • Oder ist die Sendung für sie irgendwann einfach ganz normales Fernsehen?
  • Wann ist das Wort „Inklusion“ nicht mehr wichtig?

 

Ich habe mich auch gefragt, wie die Arbeit beim Dreh klappt.

Zum Beispiel, wenn das Sprechen oder die Konzentration bei jemandem anders ist.

Die größte Herausforderung war aber oft etwas ganz anderes: der Fahrtendienst.

Kommt das Auto pünktlich, um die Reporter zum Drehort zu bringen?

Und wer bezahlt das?

 

Eine Reise zum Lernen

Von Anfang an war klar: Diese Arbeit ist wie eine Forschungsreise. Wir lernen alle gegenseitig voneinander. Wir haben uns Zeit gelassen. Wir haben geschaut: Wer mag was? Welche Fragen passen beim Interview? Wie kommt der Kameramann mit der neuen Situation klar? Wichtig war uns immer, gut auf die einzelnen Persönlichkeiten zu achten. Sie brauchten viel Raum für ihre Art zu sprechen.

Schon bald haben wir gemerkt: Es funktioniert! Es ist eigentlich ganz einfach, eine gute Fernseh-Sendung mit Menschen mit Behinderungen zu machen. Am Anfang standen uns nur unsere eigenen Bedenken im Weg. Das liegt oft daran, dass man eine Gruppe von Menschen noch nicht gut kennt. NA JA GENAU hilft dabei, dass Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft besser bekannt werden.

 

Humor ist wichtig

Humor spielt bei NA JA GENAU eine große Rolle. Marcell Vala und Antonia Bögner haben viel Humor. Sie zeigen diesen Humor auch bei der Arbeit vor der Kamera.

Das fließt automatisch in die Sendung ein.

Schon bei meiner früheren Radiosendung „Radio Insieme“ (von 1998 bis 2010) haben die Hörer gesagt:

Diese Sendung ist sehr lustig.

Erfolg und Preise

Schon seit 2014 sagen viele Menschen zu uns: „Eure Sendung gehört um 20:15 Uhr in das große Fernsehen!“

Im Jahr 2023 hat NA JA GENAU einen wichtigen Fernsehpreis bekommen (den Fernsehpreis der Erwachsenenbildung).

Die Jury hat gesagt:

"Herausragend, ungeniert, herzlich und charmant. Ein Genuss.
Diese Sendereihe ist mediale Inklusion pur.
Sie ist humorvoll und trotz ihrer Einfachheit sehr professionell gestaltet.“

Das Wort „Inklusion“

Viele Jahre lang habe ich die Sendung nicht „inklusive TV-Sendung“ genannt. Ich habe dieses Wort erst benutzt, als ich angefangen habe, an einer Hochschule (FH) zu unterrichten. Dort brauchte ich das Wort, um die Arbeit wissenschaftlich zu beschreiben. Es hilft auch, um anderen Mut zu machen.Aber eigentlich sollte man das Wort „inklusiv“ weglassen.

Bei meinen Vorträgen zeige ich gerne das Bild von einer Brille.

Ich erzähle dann, wie gerne ich Filme und Radio mache.

Wenn dann jemand ein Buch über mich schreiben würde mit dem Titel: „Brillenträger machen Filme. Wie hilft man Brillenträgern bei der Arbeit?“ – dann wäre ich sehr ärgerlich.

An diesem Beispiel sieht man gut:

Wörter wie „Inklusion“ oder „inklusive Medienarbeit“ können manchmal auch unhöflich sein.

Sie trennen Menschen in Gruppen, obwohl wir einfach nur zusammen Fernsehen machen wollen.

Wien, Februar 2026 – Ernst Tradinik